Back from the Hades of Blues Rock

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In der Zeit von Oktober bis November 2014 hatte sich die CMB in ihrer Probekemenate in der Beatbox verbarrikadiert um einige ihrer Songs aufzunehmen. Der Gedanke war dabei die Titel live einzuspielen, da die CMB eine Live-Band ist. Unser Vorhaben ist auf den Gigs stets zu kurz gekommen, zwar haben wir eine Menge Mitschnitte, aber wir wollten letztlich keine Live Platte produzieren, sondern Studioqualität abliefern. Dennoch hatten wir eine unorthodoxe Idee dazu: „Wir machen das so wie früher.“ Denn heutzutage kann jeder Hansel bereits auf dem Laptop mit erschwinglicher Software eine CD produzieren.

Der digitale Einheits-Sound misfiel uns aber, sodass wir retro gerichtet waren. So viel Retro wie geht, denn selbst unsere Gesangsanlage ist immerhin aus den Achtziegern und hat einen besonderen, cremigen Klang. Hinzu kam der tollkühne Wahnwitz direkt einzuspielen, und zwar auf Tonband. Bedenkt man, dass bereits in den 1950ern so Blues und Rock’n’Roll Geschichte geschrieben wurde, nahmen wir uns das denkbar mieseste Medium – eine 1/8 Zoll 4-Spur Maschine. Mit Equipment also, das älter als unser Schlagzeuger ist, ging es zur Sache. Man muss sich wirklich anstrengen, in einem solchen Verfahren pressreife Aufnahmen zu generieren, nicht nur in technischer Hinsicht, sondern vor allem spielerisch.teaser_MG_4112

Nachdem wir dann über mehrere Tage Testaufnahmen machten und der Aufbau stand, fingen wir an, die Songs immer wieder zu spielen und auf das Tape zu bringen. Jeder Song wurde an die zwanzig Mal hintereinander eingeprügelt, von denen gerade einmal bis zu drei Versionen pro Titel übrig blieben. Dabei bemerkten wir, dass bei exakt gleicher Pulteinstellung, der unveränderten Voreinstellung, jede Version anders klang. Wie konnte das sein? Die Spieldynamik der Band ist derart feinstofflich, dass etwas mehr oder weniger Druck im Spiel extrem auf den Aufnahmen zu hören ist. Das veränderte den Charakter der Songs unfassbar, sodass wir bereits anfingen die Stimmen von Elvis und Konsorten zu hören und mit der Bandkompression zu atmen. Bedenkt man nun, dass es zwar auf dem Mischpult für jedes Mikrofon einen Kanal gab, die ganze Musik aber nur direkt auf zwei Spuren einer kleinen Bandmaschine landete, wird deutlich wieviel Konzentration wir uns abverlangten. Die Band spielte quasi in Stereo Links und Rechts ein. Jeder Fehler führte zum Abbruch der Aufnahme. Es gab keine Schnitte. Man nennt das „First Take“. Wenn man dann meint, die eine oder andere Version wäre schöner, oder druckvoller, dann hört man bereits die Flöhe husten. Kleine „Fehlerchen“ werden mit musikalischen Animositäten abgewogen. Der Flow und die Spielfreude stehen plötzlich auf dem Prüfstand.

Es blieben dann fünf Kompakt-Kassetten übrig aus denen wir die nun vorliegenden Songs genommen haben. Da die Gesänge und Soli gesondert aufgenommen wurden, kam nochmals etwas Technik zum Einsatz: Ein schönes „Lexicon“ Hallgerät und ein Kompressor für die Summe. Die analogen Aufnahmen mussten also durch den Mix „geschoben“ werden. Gelandet ist die Mischung dann auf einem MD Player, und ist somit einmal digitalisiert, damit man das Medium anschließend in die Vervielfältigung geben kann. Nachdem die Aufnahmen erst einmal geruht hatten, wurde im Sommer gemischt und nun im darauf folgenden Winter 2015 die Produktion abgeschlossen.

Die Produktion hat somit ein Jahr gedauert. Hierzu werden nach und nach Videos produziert, die dem vintage Charakter der Aufnahmen entsprechen. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, sagt man. Wir sind nicht einmal vollständig durch den Release gegangen, da denken wir bereits an neue Songs. Viel Spaß damit und kommt uns auf den Konzerten besuchen, unterstützt uns so viel und gut Ihr könnt, denn wir hören nicht auf für euch zu spielen.

CMB

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